Wer ein elektronisches Dartboard kauft, steht bald vor der nächsten Frage: Welche Softdarts passen dazu? Im Vergleich zu Steel-Darts gibt es beim E-Dart einige Besonderheiten zu beachten – allen voran das Gewichtslimit der Scheibe und die Kompatibilität der Spitzen.
Was Softdarts von Steel-Darts unterscheidet
Softdarts sind in ihrem Grundaufbau identisch mit Steel-Darts: Barrel, Shaft und Flight bilden den Pfeil. Der einzige, aber entscheidende Unterschied liegt in der Spitze. Statt einer Stahlspitze tragen Softdarts eine Kunststoffspitze, die sich beim Aufprall leicht biegt, ohne die empfindlichen Kunststoffsegmente der elektronischen Dartscheibe zu beschädigen.
Auch das Gewicht unterscheidet sich: Softdarts sind in der Regel leichter als Steel-Darts. Die meisten elektronischen Boards sind bis 20 g freigegeben; manche erlauben bis 22 g. Für das Board selbst ist ein zu schwerer Pfeil ein echtes Problem – beim Aufprall kann er Segmente oder die Elektronik beschädigen. Ein Blick in die Bedienungsanleitung des Boards ist daher vor dem Kauf sinnvoll.
Zur Frage, ob Steel- oder Soft-Dart generell besser zu dir passt, gibt der Ratgeber Steel-Dart vs. Soft-Dart eine gute Orientierung.
Das richtige Gewicht für E-Dart-Pfeile
Softdarts sind typischerweise zwischen 14 und 20 Gramm schwer. Im Gegensatz zum Steel-Dart, wo Spieler mit bis zu 26 g und mehr arbeiten, ist die Schwerpunktsetzung bei leichten Pfeilen besonders wichtig.
Für Einsteiger empfiehlt sich ein Gewicht zwischen 16 und 18 g. Das ist der gängigste Bereich, für den die meisten Boards optimiert sind, und der Abwurf fühlt sich dabei kontrollierbar an. Wer vom Steel-Dart umsteigt, bemerkt den Unterschied sofort: Leichtere Pfeile reagieren empfindlicher auf Fehler in der Wurfbewegung, sind aber auch bei richtiger Technik sehr präzise.
Barrel-Material: Messing oder Tungsten?
Genau wie bei Steel-Darts gibt es auch Soft-Dart-Barrels aus Messing und Tungsten.
Messing-Barrels sind günstiger und durch ihren größeren Durchmesser einfacher zu greifen – ein echter Pluspunkt für den Einstieg. Der Nachteil beim Soft-Dart ist derselbe wie beim Steel-Dart: Dickere Barrels stören enge Cluster auf den kleinen Segmenten elektronischer Boards.
Tungsten-Barrels sind schlanker und präziser, halten länger und erlauben tieferes Knurling. Wer regelmäßig E-Dart spielt oder in Ligen antritt, profitiert eindeutig von Tungsten-Barrels. Gute Einstiegsmodelle gibt es bereits ab mittlerem Preissegment.
Im Soft-Dart-Vergleich findest du Modelle beider Kategorien mit detaillierten Angaben zu Material, Gewicht und Grip.
Soft-Spitzen: Kompatibilität und Ersatzbedarf
Soft-Spitzen sind das Verbrauchsmaterial schlechthin beim E-Dart. Sie brechen regelmäßig ab – besonders, wenn der Pfeil den Rand zwischen zwei Segmenten trifft. Mindestens eine Packung Ersatzspitzen sollte immer griffbereit sein.
Der Gewindestandard für Soft-Spitzen ist fast universell 2BA – das passt zu den allermeisten Barrels und Boards am Markt. Einige wenige Ausnahmen gibt es, besonders bei älteren oder sehr günstigen Sets: Vor dem Kauf prüfen, ob das Gewinde zum Barrel passt.
Zusätzlich gibt es Spitzen in verschiedenen Längen und Härten: Standardspitzen aus normalem Kunststoff funktionieren gut; härtere Spitzen aus speziellen Materialien brechen etwas seltener, können aber bei weichen Board-Segmenten schlechter einstechen. Mehr dazu erklärt der Ratgeber zu Soft-Spitzen kaufen. Aktuelle Spitzen-Sets gibt es im Soft-Spitzen-Vergleich.
Board-Kompatibilität im Blick behalten
Nicht alle Softdarts passen zu jedem Board. Das Segment-Design – also die Größe und Form der Löcher – beeinflusst, ob eine Spitze gut einstechen kann oder häufig abprallt. Gut verarbeitete Boards mit sauberen Segmentlöchern verursachen deutlich weniger Abpraller als günstige Einsteigermodelle.
Beim Kauf von Softdarts lohnt ein Blick auf die Kompatibilitätsangaben des Herstellers. Namhafte Dart-Marken wie Unicorn, Target oder Winmau deklarieren in der Regel, für welche Board-Typen ihre Pfeile optimiert sind. Wenn du ein elektronisches Dartboard aus dem mittleren oder oberen Preissegment nutzt, passen praktisch alle gängigen Softdarts ohne Einschränkung.
Für wen welche Softdarts?
Gelegenheitsspieler und Einsteiger: Ein Messing-Set zwischen 16 und 18 g aus einem bekannten Marken-Hersteller reicht völlig aus. Zum Set gehören idealerweise mindestens zwei Packungen Ersatzspitzen.
Regelmäßige Spieler und E-Dart-Ligen: Tungsten-Barrels zwischen 16 und 19 g mit gutem Knurling sind die sinnvolle Investition. Wer häufig spielt, merkt den Unterschied in der Konsistenz der Würfe.
Umsteiger vom Steel-Dart: Das Wurfgefühl ändert sich bei leichteren Pfeilen deutlich. Am besten mit einem Gewicht anfangen, das näher am oberen Soft-Limit liegt (18–20 g), um den Umstieg sanfter zu gestalten.
