Soft-Spitzen kaufen: Gewinde, Material & Haltbarkeit

Aktualisiert: Marc Lesedauer ~ 4 Min. Enthält Werbung

Dartpfeile mit Barrels, Schäften und Spitzen im Detail

Soft-Dart-Pfeile wirken auf den ersten Blick unkompliziert: einstecken, werfen, punkten. Doch sobald eine Spitze abbricht und im Segment des elektronischen Boards stecken bleibt, ist der Spielabend schnell getrübt. Soft-Spitzen gehören zum klassischen Verbrauchsmaterial beim E-Dart – wer gut ausgerüstet ist, tauscht eine kaputte Spitze in Sekunden gegen eine neue und spielt weiter.

Gewinde: der unterschätzte Faktor

Bevor du eine Packung Ersatzspitzen kaufst, musst du das Gewinde deiner Pfeile kennen. Es gibt zwei gängige Standards:

  • 2BA (British Association): Der mit Abstand verbreitetste Typ. Fast alle modernen Soft-Dart-Pfeile verwenden dieses Gewinde.
  • No.4 (auch 4BA): Deutlich seltener, findet sich bei älteren oder bestimmten asiatischen Pfeilmodellen.

Ein falsches Gewinde lässt sich nicht einschrauben – und im Zweifelsfall kannst du das auch nicht auf Anhieb erkennen. Schau daher in der Produktbeschreibung oder Anleitung deiner Pfeile nach, welcher Typ angegeben ist. 2BA-Spitzen kannst du in aller Regel bedenkenlos bestellen, wenn keine andere Angabe vorhanden ist. Aktuelle Modelle in beiden Gewindegrößen findest du im Vergleich der Soft-Dart-Spitzen.

Material: Nylon, Polycarbonat und weiche Kunststoffe

Die meisten günstigen Soft-Spitzen bestehen aus einfachem Nylon. Sie sind leicht, günstig und in großen Sets erhältlich. Der Nachteil: Nylon bricht bei starken oder schrägen Treffern schneller, insbesondere wenn der Pfeil den Spider oder ein anderes Segment trifft.

Höherwertige Spitzen sind aus Polycarbonat gefertigt. Das Material ist deutlich zähfester und bricht seltener ab. Dafür sind diese Spitzen etwas teurer – wer regelmäßig und intensiv spielt, rechnet aber schnell nach, dass die Mehrkosten durch den geringeren Verbrauch ausgeglichen werden.

Eine dritte Kategorie sind weiche, flexible Kunststoffspitzen. Sie federn bei Abprallern stärker nach, was auf Boards mit kleineren Lochsegmenten vorteilhaft sein kann. Auf welchen Pfeilen diese Spitzen am besten funktionieren, erklärt der Soft-Dart-Vergleich.

Haltbarkeit: Woran Soft-Spitzen brechen

Eine Soft-Spitze bricht selten beim direkten Treffer ins Segment – dann landet der Pfeil sauber und die Spitze hält. Problematisch sind vor allem drei Situationen:

  • Treffer auf den Spider: Die Spitze prallt schräg ab oder biegt sich um.
  • Direkte Treffer auf bereits sitzende Pfeile: Der zweite Pfeil trifft auf den Schaft oder die Spitze des ersten – klassische Ursache für abgebrochene Spitzen.
  • Zu fest eingeschraubte Spitzen: Wenn du die Spitze beim Lösen mit Gewalt drehst, bricht sie eher im Gewinde ab.

Kurze Spitzen sind tendenziell stabiler als sehr lange, weil der Hebel beim Aufprall geringer ist. Wer viele Abpraller hat, sollte außerdem prüfen, ob Board auf korrekten Abstand und Höhe hängt: Beim Soft-Dart beträgt die Abwurfdistanz 2,44 m, die Bull-Höhe 1,73 m.

Wann du die Spitze wechseln solltest

Wartest du zu lang mit dem Wechsel, riskierst du Folgeprobleme:

  • Eine verbogene Spitze trifft das Loch im Segment nicht mehr sauber – der Sensor reagiert nicht oder falsch.
  • Eine teilweise abgebrochene Spitze kann im Board stecken bleiben und ein Segment dauerhaft blockieren.
  • Eine im Gewinde beschädigte Spitze lässt sich nicht mehr lösen – das Entfernen wird mühsam.

Wechsle die Spitze beim kleinsten Anzeichen einer Verformung oder eines Risses sofort. Ein Vorrat von mindestens 50–100 Ersatzspitzen macht das unkompliziert und sorgenfrei.

So schraubst du Soft-Spitzen richtig ein

Das Einschrauben klingt trivial, aber ein paar Punkte helfen:

  1. Nicht zu fest anziehen. Fingerstraffheit reicht aus – keine Zange, kein Werkzeug.
  2. Auf Schmutz achten. Ein verdrecktes Gewinde kann eine Spitze schief einziehen oder das Gewinde beschädigen.
  3. Spitze gerade einsetzen. Ein leicht schräg angesetzter Anfang beschädigt das Gewinde im Barrel.

Manche Spieler verwenden Spitzen-Sicherungsringe (O-Ringe), die das Gewinde fixieren und verhindern, dass sich die Spitze beim Spiel löst. Das lohnt sich vor allem, wenn du Pfeile mit weit nach vorne verlagertem Schwerpunkt verwendest und mehr Rotation auf die Spitze kommt.

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