Richtig zielen beim Darts: Techniken & Tipps

Aktualisiert: Marc Lesedauer ~ 4 Min. Enthält Werbung

Steel-Dartpfeile stecken in einem Sisal-Dartboard

Dart ist kein Sport, bei dem du einfach schaust und wirf. Das Zielen hat eine eigene Technik, die du erlernen und verfeinern kannst – und die entscheidend dafür ist, ob dein sorgfältig eingeübter Wurf dort landet, wo du ihn haben möchtest. Die gute Nachricht: Es gibt mehrere valide Ansätze, und du musst nicht den Stil eines Profis kopieren, um präziser zu werden.

Das dominante Auge kennen und nutzen

Jeder Mensch hat ein dominantes Auge, das die primäre räumliche Orientierung übernimmt. Beim Zielen mit einem Dart ist es entscheidend, dieses Auge über den Pfeil zur Scheibe hin auszurichten – nicht das nicht-dominante.

So findest du dein dominantes Auge: Forme einen Kreis mit Daumen und Zeigefinger, strecke den Arm aus und ziele auf einen weit entfernten Punkt. Schließe abwechselnd das linke und rechte Auge. Das Auge, bei dem der Punkt im Kreis bleibt, ist dein dominantes Auge.

Ist dein dominantes Auge rechts und du wirfst rechts, gibt es keinen Konflikt. Problematischer ist eine Kreuz-Dominanz (linkes dominantes Auge bei Rechtshänder): Dann musst du entweder den Kopf leicht zur Seite neigen, damit das dominante Auge die Ziellinie übernimmt, oder du trainierst bewusst mit halbgeschlossenem Auge auf der schwachen Seite.

Ziellinie und Ausrichtung

Die sogenannte Ziellinie beschreibt die gedachte Verbindung zwischen deinem Auge, dem Barrel und dem Ziel auf der Scheibe. Je gerader du diese Linie hältst, desto einfacher ist es, konsistent zu werfen.

Eine bewährte Methode: Richte die Spitze des Pfeils direkt auf das Zielfeld aus, bevor du aushols. So schaffst du eine visuelle Ankerpunkt, den du während des Wurfes beibehältst. Manche Spieler bevorzugen es, den Barrel anzuvisieren; andere schauen ausschließlich auf die Scheibe und lassen den Pfeil “mitlaufen”. Beide Varianten funktionieren – wähle, was sich für dich natürlicher anfühlt.

Die Grundlagen des Wurfablaufs, in den das Zielen eingebettet ist, erklärt der Ratgeber Dartpfeile richtig werfen ausführlich.

Open Eye vs. Closed Eye

Einige Spieler schließen beim Zielen ein Auge, andere halten beide offen. Es gibt kein Richtig oder Falsch – aber es gibt Unterschiede:

Beide Augen offen: Natürlicheres räumliches Sehen, weniger Ermüdung bei langen Sessions. Für die meisten Spieler die bessere Langzeitstrategie.

Ein Auge schließen: Vermeidet Konflikte bei starker Kreuz-Dominanz, kann die Fokussierung schärfen. Kann bei langen Spielen ermüden.

Probiere beide Varianten über mehrere Sessions und halte das Ergebnis fest – nicht nach Gefühl, sondern nach Trefferquoten.

Zielen ist ein kurzer Moment, kein Dauerzustand

Ein häufiger Fehler: Spieler “frieren ein” und verharren zu lange in der Zielposition. Das erhöht Muskelspannung und destabilisiert den Wurf. Das Zielen sollte ein kurzer, gezielter Moment sein – du visierst an, du wirst bestätigt und du wirst durch den Wurfablauf geführt.

Die meisten erfahrenen Spieler berichten, dass sie im eigentlichen Wurfmoment kaum noch “zählen” – Körper und Arm übernehmen, weil das Training die Bewegung automatisiert hat. Das Zielen ist dann der Auslöser, nicht der Kontrolleur.

Übungen für mehr Zielgenauigkeit

Einzelfeld-Training: Wähle ein Feld (z. B. Triple-20) und wirf ausschließlich darauf, bis du zehn Treffer hast. Dann wechselst du das Feld. Diese Methode zwingt dich, den Zielvorgang zu wiederholen und zu verfeinern.

Around the Clock: Wirf der Reihe nach auf alle Felder 1 bis 20. Einfach, aber effektiv – du musst das Ziel bei jedem Wurf neu justieren.

Kontrollwürfe auf Bull: Das Bullseye (50 Punkte) liegt im Mittelpunkt der Scheibe auf einer Höhe von 1,73 m. Wer es trifft, braucht eine präzise Ziellinie von der Abwurflinie (2,37 m beim Steel-Dart) bis zur Mitte. Kein Feld testet das Zielen besser.

Für das Training ist eine qualitativ hochwertige Scheibe wichtig. Im Steel-Dart-Vergleich findest du Pfeile, die beim präzisen Zielen und Platzieren helfen – gerade bei schlanken Barrels ist das Ausrichten leichter.

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