Loslassen & Follow-Through beim Dartwurf

Aktualisiert: Marc Lesedauer ~ 3 Min. Enthält Werbung

Steel-Dartpfeile stecken in einem Sisal-Dartboard

Das Loslassen des Pfeils und der anschließende Follow-Through gehören zu den am häufigsten vernachlässigten Aspekten der Dart-Technik. Wer Stunden damit verbringt, Griff und Ausholen zu verfeinern, aber die Freigabe dem Zufall überlässt, wird nicht konsequent präzise werden. Gerade dieser Bruchteil einer Sekunde entscheidet, ob der Pfeil trifft – oder knapp daneben landet.

Was beim Loslassen passiert

Beim Loslassen öffnest du die haltenden Finger und gibst den Pfeil frei, während deine Hand weiter nach vorn beschleunigt. Entscheidend ist, dass die Freigabe fließend und ohne Zögern geschieht. Jede kleine Muskelkontraktion im letzten Moment überträgt sich direkt auf die Flugbahn.

Im Idealfall gleiten alle haltenden Finger gleichzeitig oder in kurzer Sequenz vom Barrel ab, ohne den Pfeil seitlich zu verdrehen oder nach oben zu „lupfen”. Der Zeigefinger ist meist der letzte, der die Kontrolle abgibt – er gibt dem Pfeil die finale Richtungsinformation. Kennst du das Gefühl, dass der Pfeil manchmal nach rechts oder links abdriftet, obwohl dein Arm ruhig war? Dann liegt der Fehler fast immer in der Freigabe.

Der Follow-Through und warum er nicht optional ist

Der Follow-Through ist die Bewegung deiner Hand nach dem Loslassen. Er klingt wie ein Detail, ist es aber nicht: Wer die Hand sofort zurückzieht oder abbremst, beeinflusst die Freigabe negativ – das Gehirn antizipiert das Abbremsen und beginnt damit Millisekunden zu früh.

Ein guter Follow-Through sieht so aus: Die Hand bewegt sich nach der Freigabe weiter zur Scheibe hin, die Finger zeigen in Richtung Ziel, der Arm streckt sich vollständig aus. Die Vorstellung, du möchtest die Scheibe mit der Fingerkuppe berühren, hilft, die Bewegung vollständig durchzuführen.

Wichtig: Der Follow-Through ist das Ergebnis eines guten Wurfs, keine eigenständige Bewegung, die du nachlässig „dranhängst”. Wenn dein Follow-Through unbefriedigend aussieht, such den Fehler früher im Ablauf – im Griff, im Ausholen oder in der Beschleunigung.

Die häufigsten Freigabefehler

Zu frühes Loslassen: Der Pfeil wird freigegeben, bevor der Arm die maximale Beschleunigung erreicht hat. Folge: Der Pfeil landet regelmäßig tief.

Zu spätes Loslassen (Kleben): Der Pfeil haftet zu lange an den Fingern. Folge: Er landet hoch oder überschlägt sich leicht.

Seitliches Abweichen: Wenn Handgelenk oder Unterarm beim Loslassen nach innen oder außen kippen, nimmt der Pfeil eine ungewollte Kurve – selbst wenn das Ziel vorher stimmte.

Abbremsen vor der Freigabe: Aus Angst, den Pfeil zu überschießen, bremst du unbewusst ab. Das zerstört die Flugbahn genauso zuverlässig wie zu viel Kraft.

Wenn du den gesamten Bewegungsablauf – von Standposition bis Abschluss – noch einmal von Grund auf analysieren möchtest, gibt der Ratgeber Dartpfeile richtig werfen einen vollständigen Überblick.

Gezieltes Training für eine saubere Freigabe

Slow-Motion-Würfe: Wirf bewusst langsam, ohne auf ein Ziel zu achten – nur auf das Gefühl der Freigabe. Erkennst du, welcher Finger wann loslässt?

Videoanalyse: Nimm dich von der Seite auf. Kleine Fehler beim Loslassen sind mit bloßem Auge oft nicht erkennbar, auf Video aber sofort sichtbar.

Finger-Bewusstsein ohne Wurf: Halte einen Pfeil in der Griffposition und übe das gezielte Öffnen der Finger ohne Wurfbewegung. So spürst du, welcher Finger die Führung übernimmt.

Nahwürfe mit kurzer Distanz: Steh näher an der Scheibe (etwa 1,0–1,5 m) und wirf mit reduzierter Kraft. Das erlaubt dir, die Freigabe zu isolieren, ohne auf die volle Wurfbewegung achten zu müssen.

Fortschritte beim Loslassen lassen sich besonders dann gut verfolgen, wenn du mit konsistenten Pfeilen trainierst. Im Steel-Dart-Vergleich findest du Optionen mit unterschiedlichem Grip, der einen direkten Einfluss auf die Freigabe hat.

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