Im 501 zählt am Ende nur eins: das Doppel. Wer seine Checkout-Wege kennt, muss am Board nicht rechnen und wirft den dritten Dart mit einem Plan statt mit Panik. Hier findest du die wichtigsten Finishes, die Logik dahinter und die Stellzahlen, mit denen du dir das Leben leichter machst.
So funktioniert das Checkout
Beim klassischen 501 (Double Out) musst du dein Leg mit einem Doppelfeld oder dem Bullseye beenden – und exakt auf Null kommen. Wirfst du mehr Punkte als übrig sind (oder bleibt genau 1 übrig), ist der Versuch “überworfen” (Bust) und dein Score wird auf den Stand vor der Aufnahme zurückgesetzt.
Das Bullseye zählt dabei als Doppel-25 (50 Punkte) und beendet ein Leg genauso wie jedes Doppelfeld.
Die Checkout-Tabelle: Finishes ab 170
| Rest | Dart 1 | Dart 2 | Dart 3 |
|---|---|---|---|
| 170 | T20 | T20 | Bull |
| 167 | T20 | T19 | Bull |
| 164 | T20 | T18 | Bull |
| 161 | T20 | T17 | Bull |
| 160 | T20 | T20 | D20 |
| 158 | T20 | T20 | D19 |
| 157 | T20 | T19 | D20 |
| 156 | T20 | T20 | D18 |
| 155 | T20 | T19 | D19 |
| 154 | T20 | T18 | D20 |
| 153 | T20 | T19 | D18 |
| 152 | T20 | T20 | D16 |
| 151 | T20 | T17 | D20 |
| 150 | T20 | T18 | D18 |
| 132 | Bull | Bull | D16 |
| 130 | T20 | 20 | Bull |
| 121 | T20 | 11 | Bull |
| 110 | T20 | 18 | D16 |
| 100 | T20 | D20 | – |
| 81 | T19 | D12 | – |
| 61 | T15 | D8 | – |
| 40 | D20 | – | – |
| 32 | D16 | – | – |
Wichtig: Für fast jeden Rest gibt es mehrere gültige Wege – die Tabelle zeigt verbreitete Standards. Mit wachsender Erfahrung passt du die Wege an deine Stärken an: Wer die Triple 19 sicherer trifft als die Triple 20, baut seine Finishes eben um die 19 herum.
Bogey-Zahlen: Hier geht nichts
Sieben Restwerte lassen sich mit drei Darts nicht auschecken:
169, 168, 166, 165, 163, 162 und 159.
Bleibt dir einer dieser Werte, geht es nur ums Stellen: Bring dich mit der Aufnahme auf einen Rest, den du in der nächsten Runde auscheckst – idealerweise auf dein Lieblingsdoppel.
Lieblingsdoppel: Warum alle auf 32 stellen
Die meisten Spieler stellen sich bevorzugt auf 40 (D20) oder 32 (D16). Die D16 hat einen entscheidenden Vorteil: Triffst du statt des Doppels die einfache 16, bleibt 16 übrig – wieder eine gerade Zahl mit sauberem Doppel (D8). Die Kette D16 → D8 → D4 → D2 funktioniert ohne Umstellen.
Bei ungeraden Resten musst du dagegen erst “gerade machen”: Bei Rest 19 etwa erst die einfache 3, dann D8. Deshalb gilt als Faustregel: Stelle dich gerade, am besten auf eine Zweierpotenz.
Drei Strategie-Tipps für bessere Finishes
- Rechne vor dem Wurf, nicht danach. Bevor du an die Abwurflinie trittst, lege den kompletten Drei-Dart-Weg fest – inklusive Plan B, falls der erste Dart nicht sitzt.
- Über 170? Dann stelle klug. Wirf nicht stur auf T20, sondern bring dich gezielt auf 170, 167, 164 oder 161 – die vier Bull-Finishes – oder direkt unter 160.
- Trainiere Doppel isoliert. Spiele “Doppel rund ums Board” (D1 bis D20 plus Bull) oder beende jedes Trainingsspiel zwingend auf einem Doppel. Die Checkout-Quote entscheidet enge Legs, nicht der Average. Welche Pfeile dir auf den Doppeln die nötige Konstanz geben, liest du im Steel-Dart-Vergleich.
Übrigens: Beim E-Dart wird häufig mit Master Out (Doppel oder Triple) oder Straight Out gespielt – dort gelten andere Wege. Die Tabelle oben bezieht sich auf das klassische Double Out, wie es auf Sisal-Boards im Steel-Dart üblich ist.
