Around the Clock gehört zu den beliebtesten Dart-Spielen für Einsteiger – und ist gleichzeitig ein wertvolles Trainings-Tool für Spieler aller Level. Die Regel ist denkbar einfach: Alle Zahlen auf der Scheibe der Reihe nach treffen. Klingt simpel? Wer schon einmal unter Druck gestanden hat, kurz vor dem Bull bei 19 steckenzubleiben, weiß, dass das Gegenteil der Fall sein kann.
Die Grundregeln von Around the Clock
Das Spiel beginnt bei Zahl 1 und endet mit dem Bull (Bullseye). Die Reihenfolge ist fest:
1 → 2 → 3 → … → 19 → 20 → Bull
Für jeden Spieler gilt: Du darfst erst zur nächsten Zahl weitergehen, wenn du die aktuelle getroffen hast. Wirfst du alle drei Pfeile einer Aufnahme und triffst die aktuelle Zahl nicht, bist du nicht in Bust – du wirst lediglich nicht weiterrücken. In der nächsten Aufnahme zielst du erneut auf dieselbe Zahl.
Wer als erster das Bull trifft, gewinnt das Spiel.
Beispiel: Du bist an der 7. Du wirfst: Single-7 (weiter zur 8) → Single-8 (weiter zur 9) → Single-10 (falsch, du wolltest die 9 – kein Fortschritt auf der 9). In der nächsten Aufnahme zielst du weiter auf die 9.
Treffer auf dem Double- oder Triple-Ring zählen ebenfalls: Single-7, Double-7 und Triple-7 sind alle gültige Treffer auf die 7.
Varianten und Schwierigkeitsgrade
Around the Clock ist ein sehr flexibles Spiel, das sich durch einfache Regeländerungen für verschiedene Niveaus anpassen lässt:
Standard (Einsteiger): Jeder Treffer auf dem Zielfeld zählt – Single, Double oder Triple. Das ist die zugänglichste Version.
Doubles Around the Clock: Nur ein Double-Treffer auf der aktuellen Zahl zählt. Damit wird das Spiel erheblich anspruchsvoller und ist eine direkte Übung für das Checkout-Spiel in 501 oder 301.
Triples Around the Clock: Nur ein Triple-Treffer auf der aktuellen Zahl zählt. Die schwierigste Variante – eignet sich für fortgeschrittene Spieler als reines Präzisionstraining.
Around the Clock mit Rückschritt: Wer in einer Aufnahme die aktuelle Zahl nicht trifft, rückt eine Zahl zurück. Das erzeugt Druck und macht das Spiel auch im Wettkampf spannend, wenn Spieler unterschiedlich stark sind.
Warum Around the Clock ideal zum Trainieren ist
Das Spiel erzwingt ein strukturiertes Durcharbeiten aller Scheibensegmente – von der schwer zugänglichen 1 (unten links) bis zur einfacheren 20 (oben) und schließlich dem präzisionserfordernden Bull. Damit trainierst du automatisch:
- Alle Scheibenbereiche: Du verlässt die Komfortzone des Triple-20 und lernst, auch schwierige Felder wie 3, 11 oder 14 gezielt anzusteuern.
- Fokus und Geduld: An manchen Zahlen stehst du mehrere Aufnahmen – das schult die Konzentrationsfähigkeit unter Druck.
- Throw-Rhythmus: Da du nur ein einziges Ziel pro Aufnahme anpeilst, kannst du dich voll auf den Wurfrhythmus konzentrieren, ohne gleichzeitig eine Scoring-Strategie im Kopf zu haben.
Besonders für Anfänger ist Around the Clock als erste Trainingsform nach dem Kennenlernen der Grundregeln empfehlenswert. Im Gegensatz zu 501 müssen keine Punkte gerechnet werden – der Fokus liegt vollständig auf dem Treffen.
Passende Sisal-Scheiben für das Heimtraining findest du im Vergleich klassischer Dartscheiben.
Around the Clock als Aufwärmspiel
Erfahrene Spieler nutzen Around the Clock gerne als Aufwärmprogramm vor ernsthafteren Trainingseinheiten oder Wettkämpfen. Der Vorteil: Du bewegst den Arm durch alle Scheibenregionen und nimmst die Wurfmechanik spielerisch auf. Das ist schonender und abwechslungsreicher als zehn Aufnahmen starr auf T20.
Eine Variante als Aufwärm-Ritual: Wirf nur drei Aufnahmen Around the Clock (also maximal bis Zahl 9) und steige dann auf gezieltes Scoring- oder Checkout-Training um. Das reicht, um Schulter und Arm “einzuspielen”, ohne zu ermüden.
Grundlegende Wurftechnik, die beim Aufwärmen und im Spiel gleichermaßen hilft, erklärt der Ratgeber Dartpfeile richtig werfen.
Für wen eignet sich Around the Clock?
- Anfänger: Einfacher Einstieg, kein Rechnen notwendig, alle Scheibenbereiche werden gelernt.
- Fortgeschrittene: Als Doubles- oder Triples-Variante ein echtes Präzisionstraining.
- Gruppen: Das Spiel skaliert problemlos auf 3, 4 oder mehr Spieler – alle zielen auf dieselbe aktuelle Zahl, jeder startet bei 1.
- Aufwärmprogramm: Als kurzes Einwerfen vor dem Haupttraining unschlagbar praktisch.
